Online-Umfragen aus Pflege, Medizin und Gesundheit
10.07.2019 Zum Umfragen-Archiv

In der Alten- und Krankenpflege sind derzeit ca. 40.000 Stellen unbesetzet.

Bundesgesundheitsminister Spahn möchte den Pflegemindestlohn für Fachkräfte auf "gute 14,00 Euro" erhöhen.

Wird das helfen dem Notstand in der Pflege entgegen zu wirken?

Ja, mit einem angemessenen Gehalt steigt auch die Attraktivität des Berufs30 %
Nein, der Job ist grundsätzlich viel zu stressig15 %
Nein, Geld alleine wird nicht reichen55 %
Diese Umfrage ist nicht repräsentativ
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Kommentare zur Umfrage
Kommentar: 14.10.2019
Frage ist, welchen Stellenwert hat Pflege und Gesundheit in dem ganzen System? Nur mal ein grober Vergleich - ohne detailliert einzugehen: Eine Putzfrau oder Hauswirtschaftshilfe, kann eine ungelernte Kraft sein, nimmt in einer Stadt, in einem privaten Haushalt ca. 12-15€/h, wenn nicht noch mehr, je nachdem, was getan werden soll. Deren AZ sind z.B. nach Absprache, keine Feiertage, keine Wochenenden, keine 24/7 Rufbereitschaft, Verantwortungsbereich konzentriert sich auf Reinigung der Wohnung, vielleicht Wäsche waschen, bügeln, Einkaufen usw. Eine Fachkraft zB im Krankenhaus - 3 Jahre Ausbildung + x Jahre Fachweiterbildung, regelm. internen Fortbildung u.a. Einhaltung von Standards usw. + x Jahre Berufserfahrung, 24/7 Erreichbarkeit & Wochenenden, Feiertage (je nach Einsatz), ggf. Feuerwehr spielen, wenn Krankmeldungen kommen, damit die Versorgung gewährleistet ist usw., ggf. soll man noch sein "Herzblut" in seine Arbeit stecken usw. da möchte Herr Spahn den Mindestlohn auf "gute 14€/h" anheben. Herr Spahn fragt sich wirklich, weswegen keiner im Gesundheitssystem in Jubel ausbricht, sondern sich immer mehr "verarscht" fühlt? Vielleicht sollte er sich mal konkret äußern, ob er echte Fachkräfte haben will oder Aushilfskräfte als die nach außen als Fachkräfte deklariert - quasi Mogelpackung? Wenn er die Aushilfskräfte meint - ggf. 6 Wochen Umschulung oder KPH (6 Wochen, 6 Monate oder 1 Jahr Umschulung oder Ausbildung) o.ä. - wo er den Mindestlohn auf 14€/h anheben möchte, ist das eine andere Baustelle.
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Kommentar: 13.10.2019
Rein theoretisch sollte man die Politiker für 14€/h in das Gesundheitssystem stecken, arbeiten lassen zu den jetzigen Bedingungen (aber bitte qualitativ wertvoll arbeiten und lasst die Leute auch überleben)….und dazu sollte man denen alles andere an Gehälter, Boni, Nebeneinkünfte als Vorstände von riesigen Unternehmen, sowie alle Sicherheiten usw. nehmen und die leben "Nur" vom Gehalt, wie alle anderen auch - mit denselben Sicherheiten, mit denselben Problemen, mit denselben Sorgen usw..... Dann sollte man die ganzen anderen Rahmenbedingungen nicht vergessen - von denen nie gesprochen wird, aber jeder kennt, der im Gesundheitssystem arbeitet....Die sollten die Politiker in dem Rahmen natürlich auch kennenlernen....Da sollten die nicht nur 48 Std drin sein, sondern vielleicht auch nur 4 Jahre - vielleicht kann man dann neu reden....
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Kommentar: 30.07.2019
Die Schwächen des Systems müssen bekämpft werden - es ist nicht nur zu stressig, macht krank und lässt einen arm in Rente gehen, es ist selbst für liebe Idealisten irgendwann zu deprimierend. Da hilft Geld nicht, man muss andere Parameter ändern, zusätzlich natürlich.
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Kommentar: 23.07.2019
Leute, die die Lohnverhandlungen führen, sollten mal nur 48 Stunden - Tag und Nachtschicht mitarbeiten-, damit man sehen kann, wie das ist, Leute heben , drehen, umwickeln, umziehen, reinigen und noch dazu behilflich seien das er/sie etwas trinkt und dann wieder ins bett hinlegen, damit wieder einchlafen kann. Ich denke, die Lohnentwicklung hilft nicht genug für die Pflegepersonal, weil zuwenig Helfer gibt und Nachkommen wird immer weniger. Schwarzarbeit blüht - ohne Anmeldung, 3 Wochen Arbeit, 1 Woche Frei-wobei legal sowas nicht Möglich ist. Schichtarbeit mit wenig Ruhetagen - Mangel an Personal -körperlich sehr belastend und viele verlassen die Stellen und suchen etwas anderes, weniger stressige Stellen.
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