Ohne Kinderbetreuung keine sichere Versorgung von Pflegebedürftigen

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bpa fordert Kindernotbetreuung für systemrelevante Berufe, wo reguläre Kitas in Quarantäne gehen müssen

Die Versorgung von Pflegebedürftigen in Sachsen kommt ins Stocken, wenn immer mehr Kinderbetreuungseinrichtungen aufgrund von Infektionsfällen und Quarantäneanordnungen schließen. Davor warnt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa).

„Die Pflegeeinrichtungen brauchen jede Pflegekraft, um die Versorgung aufrechtzuerhalten“, sagt der sächsische bpa-Landesvorsitzende Igor Ratzenberger. „Wir können nicht auf Mitarbeitende verzichten, weil die Kinderbetreuung nicht gewährleistet ist.“

Aus besonders stark von der Pandemie betroffenen Regionen Sachsens erreichen den Verband bereits wieder entsprechende Berichte von Mitgliedsunternehmen. Dort schließen Kitas zeitweise, weil das Personal in Quarantäne muss.

Ratzenberger fordert deshalb erneut eine Kindernotbetreuung für systemrelevante Berufe wie die Pflege, wenn eine reguläre Kita schließen muss. Die Kindernotbetreuung müsse sich auch an den Arbeitszeiten in der Pflege orientieren, eine Betreuung nur in den Kernzeiten tagsüber sei nicht ausreichend. „Wir haben keine Pflegekräfte in Reserve. Unsere Mitarbeitenden sind mit vielen Tests und dem erhöhten organisatorischen Aufwand in der Pandemie ohnehin besonders belastet. Wenn dann noch jemand ausfällt, weil die Kinder zuhause betreut werden müssen, wackeln die Dienstpläne. Eine verlässliche Kinderbetreuung ist die Grundlage dafür, dass Pflegekräfte in Ruhe ihre wichtige Arbeit machen können.“

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