Das Pflegelexikon

Fachbegriffe kurz und verständlich erklärt

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Verhinderungspflege (Ersatzpflege)

Ist die pflegende Person aufgrund eines Erholungsurlaubes, einer Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund verhindert, kann die Pflegekasse die Kosten für eine notwendige Ersatzpflege für maximal vier Wochen übernehmen. Voraussetzung ist, dass die pflegende Person den Pflegebedürftigen vor der Verhinderung mindesten zwölf Monate durchgehend gepflegt hat.

 

Für den Fall, dass die Ersatzpflege von einer Sozialstation oder einer gewerblichen Ersatzpflegeperson erbracht wird, übernimmt die Pflegekasse die entsprechenden Kosten im Rahmen eines definierten Höchstbetrags, jedoch nicht mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten.

 

Sollte die Ersatzpflege durch eine nicht erwerbsmäßig tätige Person erbracht werden, sind die Aufwendungen der Pflegekasse auf den Betrag des aktuellen Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe begrenzt. Eine Erhöhung des Pflegegeldes ist nur möglich, wenn die Ersatzpflege entsprechend höhere Ausgaben bei beispielsweise Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachweist. Die Kostenübernahme ist auf einen finanziellen Höchstbetrag begrenzt.

 

In Fällen, in denen häusliche Pflege nicht möglich ist, besteht der Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung. Auch in diesem Fall sind die Leistungen der Pflegekasse auf maximal vier Wochen limitiert und darf ein definierter finanzieller Höchstbetrag nicht überschritten werden.

 

Eine Kombination von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege ist in der Regel möglich.

 

Achtung: Verhinderungspflege kann ab 2015 (unter Anrechnung auf den Kurzzeitpflege-Anspruch) bis zu jährlich sechs Wochen in Anspruch genommen werden (bisher vier Wochen). Die Pflegekasse übernimmt dann bis zu 2.418 Euro.

 

Darüber hinaus gehende Aufwendungen müssen privat getragen werden.

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