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Oberschenkelhalsbruch

Röntgenbild Oberschenkelhalsbruch

Der Oberschenkelhals ist die Verbindung zwischen dem eigentlichen Oberschenkel und dem Becken. Bei einem Oberschenkelhalsbruch bricht der Oberschenkel am Schenkelhals. Die Fraktur tritt also unterhalb des Hüftkopfes im Bereich des Oberschenkels auf. Der Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) ist eine gefürchtete Verletzung bei älteren Menschen.

 

Oft ist ein Oberschenkelhalsbruch die Folge von Osteoporose (Knochenschwund). Schon eine relativ geringe Krafteinwirkung kann dann einen Bruch auslösen.

 

Von den an Osteoporose erkrankten Menschen sind ca. 80 Prozent Frauen. Entsprechend sind es auch die Frauen, welche in der Mehrzahl von der Diagnose Oberschenkelhalsbruch betroffen sind.

 

Syptome

Starke Schmerzen in der Hüfte oder der Leiste, die Unfähigkeit das Bein zu belasten sowie Schwellungen und Blutergüsse oberhalb des Hüftgelenks sind deutliche Symptome für einen Bruch des Oberschenkelhalses. Ein Röntgenbild kann schnell darüber Aufklärung geben ob eine Fraktur vorliegt oder nicht.

 

Früher bedeutete die Diagnose Oberschenkelhalsbruch monatelange Krankenhausaufenthalte mit Streckverbänden und Bewegungsunfähigkeit. In der Folge bekamen Betroffen häufig eine Thrombose oder Lungenentzündung von welcher sie sich nicht erholten. Bei alten Menschen lag die Sterblichkeit vor einigen Jahrzehnten noch bei mehr als 50 Prozent. Dank moderner Behandlungsmethoden ist die Sterblichkeit inzwischen auf ca. 4 Prozent gesunken.

  

Heute behandelt man Oberschenkelhalsbrüche sofort. Bei der häufigsten Form des Bruches, der medialen Schenkelhalsfraktur, bekommen die Patienten ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt. Diese Operation dauert nicht mal eine Stunde und ist auch für Senioren noch gut zu verkraften.

 

Wichtig ist, dass der Bruch innerhalb von 24-48 Stunden operiert wird, je länger man wartet umso höher ist das Risiko eines verlängerten Krankenhausaufenthaltes und somit auch von Folgeerkrankungen. Deshalb sind die Patienten, im Gegensatz zu früher, dazu angehalten sobald wie möglich, meist schon am nächsten Tag nach der Operation, wieder zu laufen und somit die Muskulatur zu trainieren.

 

In der Regel können Patienten heutzutage nach ca. 2 Wochen das Krankenhaus wieder verlassen und mit Rehabilitationsmaßnahmen beginnen.

 

Tipp

Vor allem bei älteren Menschen sollten häusliche Stolperfallen wie Telefonkabel, Teppichkanten oder ähnliches als Gefahrenquelle ausgeschlossen werden.

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