Pflegedienst-Online Magazin
Berichte aus der Pflege

Seniorengerechtes Wohnen: eine Orientierungshilfe

Strassenschild Barrierefrei

Die meisten Menschen wollen ihren letzten Lebensabschnitt daheim verbringen. Doch nicht immer ist das möglich. Inzwischen hat sich ein Markt rund um sogenannte Seniorenimmobilien gebildet. Mit Begriffen wie „altersgerecht“, „betreutes Wohnen“, „barrierefrei“, „Seniorenwohnen“ wird die Kundschaft umworben. Dahinter verbergen sich jedoch sowohl von baulicher Seite, als auch vom Betreuungsangebot stark unterschiedliche Wohnformen.

Die Redaktion von wohnung-jetzt.de hat daher eine Artikelserie online veröffentlicht, die Orientierungshilfe bietet. Unter der Rubrik Seniorenwohnen erfahren Sie:

Was eine Seniorenimmobilie ist und welche baulichen Eigenschaften sie haben sollte:

Was viele nicht wissen: die Seniorenimmobilie ist kein fest definierter Begriff. Nach dem Deutschen Institut für Normung (DIN) werden lediglich sogenannte barrierefreie Immobilien exakt definiert, die speziell für Senioren gebaut werden. Ist in einer Baubeschreibung also von einem barrierefreien Gebäude die Rede, müssen dafür die erforderlichen baulichen Kriterien nach der DIN erfüllt sein. 

Banner
Unüberwindbare Stufen für Pflegebedürftige

 

Das heißt konkret:

  • Lift vom Keller/Tiefgarage bis ins Dachgeschoss,
  • schwellenfreie Außenanlagen. Ein Rollstuhlfahrer muss sich mühelos vom Haus in den Garten und wieder zurück bewegen können,
  • schwellenfreie Zugänge zu den Wohnungen. Sind die Flure durch Brandschutztüren von den Wohnungen abgetrennt, müssen diese Türen mit einem automatischen Türöffner versehen sein.
  • Schwellenfreie Bäder mit bodengleichen Duschen.
  • Rollstuhlgerechte Grundrisse. Dazu gehören entsprechend breite Türen und Bedienelemente, die auch von einem Rollstuhlfahrer aus sitzender Position bedienbar sind.

Wird in einem Angebot zu einer Seniorenimmobilie ein barrierefreies Bad beworben, so bezieht sich diese Eigenschaft nur auf das Bad. Dagegen können alle anderen Räumlichkeiten des Gebäudes mit Schwellen behaftet sein. Interessenten sollten daher genau hinterfragen, ob sich die Eigenschaft „Barrierefreiheit“ auf das komplette Gebäude bezieht, oder nur auf einzelne Räume.

Wissenswert sind jedoch nicht nur die baulichen Eigenschaften einer eigens für Senioren errichteten Immobilie. Daher zeigt die Artikelserie auch auf,

 

woran Sie erkennen können, wann ein Seniorenwohnen für Menschen mit einer Pflegestufe geeignet ist und wann nicht und

 

worin die Unterschiede zwischen Pflegeappartements und betreutem Wohnen liegen.


Nicht nur ältere Menschen, sondern Kapitalanleger ganz generell haben in den letzten Jahren vermehrt in die sogenannten Seniorenimmobilien investiert. Was man vor dem Kauf einer Pflegeimmobilie beachten sollte, und wo man unabhängige und fundierte Kaufberatung zu Seniorenimmobilien erhält, kann man ebenfalls auf den oben genannten Seiten erfahren.

Der Markt für Seniorenimmobilien wird wachsen, das steht fest. Der renommierte Pflegeheimbericht der Barmer Ersatzkasse kommt auch in seinem jüngsten Bericht zu dem Ergebnis, dass die Pflegebedürftigkeit von Senioren in Deutschland weiter zunehmen wird. Es kann daher nur sinnvoll sein, die eigene Wohnsituation frühzeitig auf Alterstauglichkeit zu überprüfen. Denn zahlreiche Bundesländer und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) reichen Förderdarlehen und Zuschüsse an Privatpersonen aus, die ihre Wohnung altersgerecht umbauen möchten. Dazu bieten die örtlichen Hausbanken und Gemeinden Informationsmaterial an.
 

30.07.2014
Interviews und Berichte aus der Pflege
Immer wieder heißt es, man könne durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung nicht nur die eigene Gesundheit positiv beeinflussen sondern auch gezielt Krankheiten vorbeugen. Welche Ernährungsweise...
(mehr)