
Abhilfe schaffen. Hier sollte ein Arzt aufgesucht werden. Verwirrung und Demenz sind weitere Gründe dafür, dass Senioren zu wenig trinken. Manche vergessen es schlicht weg. Vor allem diese Menschen sind auf die Hilfe Dritter angewiesen.
Gefahren bei zu wenig Flüssigkeits- aufnahme im Alter
Die größte Gefahr ist die sog. Dehydrierung. Wasser ist lebenswichtig und einer Austrocknung muss gerade im Alter aktiv entgegen gewirkt werden
Neben der Dehydration stellt schon Wassermangel eine Gefahr für den Organismus dar. Bei Wassermangel können Zustände der Verwirrung auftreten oder verstärkt werden. Der Körper vermindert bei Wassermangel die Fähigkeit harnpflichtige Stoffe auszuscheiden. Es kann zu Verstopfungen und Harnwegserkrankungen kommen. Weitere Folgen können Nieren- und Kreislaufversagen sowie Bewusstlosigkeit sein. Bei zu wenig Wasseraufnahme verringert sich die Leistungsfähigkeit eines jeden Menschen. Wassermangel wirkt sich zudem negativ auf die Haut, die Schleimhäute und die Körpertemperatur aus. Besonders ältere Menschen nehmen täglich Medikamente zu sich. Auch die Wirkung von Medikamenten kann durch Flüssigkeitsmangel beeinflusst werden.
Tipps zur Regulierung des Wasserhaushaltes im Alter
Wenn man sich das Thema Wasser trinken einmal bewusst vornimmt, merkt man schnell, dass man die empfohlenen 1,5 Liter Wasser im Alter mithilfe einiger weniger Regeln und Tricks leicht zu sich nehmen kann:
• Beginnen Sie jeden Tag direkt nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser (mind. 0,2 Liter)
• Positionieren Sie in dem Raum, in dem Sie sich am häufigsten aufhalten, in Ihrem Sichtfeld eine Flasche Wasser. So vergessen Sie nicht zur trinken.
• Bringen Sie Abwechslung in Ihre Getränkeauswahl. Die 1,5 Liter Wasser müssen nicht komplett aus Mineralwasser bestehen. Verdünnte Tees mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, Saftschorlen und Kaffee beinhalten ebenfalls Wasser.
• Essen Sie zudem wasserreiches Obst und Gemüse, wie z.B. Melone und Zucchini.
• Zwingen Sie sich bei jeder Mahlzeit auch etwas zu trinken.
• Schlagen Sie Getränke in Gesellschaft nicht aus. Wenn Ihnen bei Verwandten und Freunden etwas zu trinken angeboten wird, nehmen Sie es immer an, auch wenn Sie in diesem Moment keinen Durst verspüren. Sie müssen das Glas ja nicht immer ganz leeren.
• Machen Sie sich einmalig einen Trinkplan in dem Sie festhalten, zu welcher Tageszeit Sie welches Getränk und wie viel ml Sie aufnehmen möchten. So verhindern Sie vor dem Schlafengehen zu viel zu trinken.
Achtung: Bei Senioren die an Nieren-, Herz- und/oder Kreislauferkrankungen leiden, kann es sein, dass der empfohlene Flüssigkeitshaushalt verringert ist. In diesen Fällen sollte man die richtige Flüssigkeitszufuhr bei einem Arzt erfragen.
Pflegedienst-Online wünscht Ihnen einen guten Durst und sagt: „Zum Wohl!“
Bericht:
Heike Heel Dipl.-Germ. (Univ.)